Update 28.1.18

 

Nachdem ich am 17.12.17 in Singapur angekommen bin, genoss ich zuerst mal ein paar Wochen (3) meine Freunde aus der Schweiz und die Annehmlichkeiten in Singapur inklusive Super Schweizer, welche mich aufgenommen haben in ihrem Heim. Für mich war aber klar, dass es noch nicht nach Hause geht. Ich habe ja immer gesagt, dass ich entscheiden werde wie es weitergeht, wenn ich in Singapur bin. Für mich war klar, dass es weiter geht und meine logische Route ist es, weiter nach Indonesien zu reisen. Ich finde es irgendwie schön, wenn sich der Reiseverlauf so relativ gerade weiterzieht und ich nicht einen grossen Sprung, bzw. Flug in einen anderen Teil der Erde mache. Indonesien ist sicher nicht ein einfaches Land zum bereisen. Es ist extrem dicht bevölkert, hat unglaublich steile Strassen und die Visapolitik ist auch nicht so Radfahrerfreundlich. Trotzdem geht es jetzt also in Indonesien weiter. Bereits bin ich fast wieder 3.5 Wochen hier und auf der zweiten grossen Insel, Java angekommen. Jetzt geht es weiter in Richtung Jogikarta, Bali, Lombok, Flores und Timor. Dann kurz ins nächste Land, Timor Leste und von dessen Hauptstadt, Dili, nach Darwin, Australien. In Australien ist es mein Plan, das Land von Nord nach Süd, also von Darwin über Alice Springs in der Mitte bis nach Adelaide im Süden zu durchfahren. Aussie kennen wissen, dass da fast nichts ist ausser das Outback. Aber genau dieses reizt mich ja und irgendwie freue ich mich schon auf diese nächste grosse Herausforderung. Wie es danach weitergeht? Wir werden sehen...

 

Update 16.9.17

 

Einiges ist schon anders gekommen als geplant. So bekam ich ja mein Visa für Turkmenistan nicht, auch nach zweimal einreichen. Deshalb musste ich umdisponieren und habe einen Flug von Teheran nach Alamaty (Kasachstan) genommen. Dies stellte sich als Glückstreffer heraus. So hatte ich Zeit für Kasachstan und vor allem auch den Norden von Kirgistan plus die Städte Tashkent, Bischkek und Samarkand. Dies hat mir sehr gut gefallen und im nach hinein bin ich froh um den Entscheid. Ich musste meine Idee begraben, jeden Meter von der Schweiz nach Singapur zu fahren, habe aber gemerkt, dass dies gar nicht so wichtig ist für mich. Was soll ich da voll stressen nur damit ich alles gefahren bin. Es gibt so viele Orte zum anschauen und geniessen. Da bleib ich auch gerne mal ein paar Tage. Ansonsten läuft es soweit gut, das leben unterwegs gefällt und es kann weiter rollen. 

 

Die Idee "Umunum"

 

Schon seit einiger Zeit ist für mich klar, dass ich auf grosse, sehr grosse Reise gehen möchte mit meinem Fahrrad! Nach meinen bisherigen Touren möchte ich mehr sehen und erleben. Mein Studium habe ich im September beendet und ich bin schulisch gesehen wieder ein freier Mensch :)

Mein Ziel ist es, im Februar 2017 hier bei mir zuhause in Turtmann zu starten und Richtung Singapur zu fahren. Das Klima und die Visabestimmungen in den zu bereisenden Ländern geben mir einen ziemlich genauen Plan vor und alles benötigt seine Zeit der Vorbereitung. Ich möchte auch nicht unbedingt stressen und mir zeitlichen Druck auferlegen, deshalb auch meine Entscheidung, bereits im Februar hier loszufahren. 

Da ich trotzdem einen gewissen sportlichen Ehrgeiz besitze, werde ich versuchen jeden Meter von hier bis nach Singapur zu fahren. Heisst also, kein Schiff, kein Taxi und natürlich auch kein Flugzeug. Theoretisch ist es möglich, dies zu tun. Allerdings wird es zum Beispiel in Turkmenistan (550km - 5 Tage Transitvisa) oder natürlich auch in dem riesigen China eine echte Challenge! Mal schauen ob es klappt...

Ich rechne mit 9-11 Monaten, bis ich Singapur erreiche. Wie es danach weiter geht? Da will ich mich eigentlich nicht zu sehr festlegen. Vielleicht gefällt es mir in Asien und ich werde dort noch rumfahren oder aber ich gehe nach Australien/Neuseeland und verbringe die Zeit bis zum Frühjahr 2018 dort. Danach sollte es nach Alaska gehen um von dort den ganzen Weg "hinunter" nach Patagonien - Ende der Welt, zu fahren. Meine Finanzen und meine momentane Situation würden ungefähr eine Reisezeit von 2,5 bis 3 Jahren verkraften...aber wer weiss schon, was auf so einer langen Reise geschieht?!?